In diesem Blog beleuchten wir die entscheidende Verbindung zwischen User Experience Design und fortschrittlicher KI-Technologie. Erfahren Sie, warum intuitives User Experience Design nicht nur die Benutzerfreundlichkeit verbessert, sondern auch für den Erfolg von künstlicher Intelligenz von großer Bedeutung ist.

Was ist UX-Design & was ist künstliche Intelligenz?

User Experience (UX) beschreibt sämtliche Aspekte der Erfahrungen, die Nutzer bei der Interaktion mit einem Produkt oder einem System machen. Ziel eines guten UX-Designs ist es, diese Erfahrungen so angenehm, effizient und bereichernd wie möglich zu gestalten. Dabei werden Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit, Zugänglichkeit und emotionale Reaktionen berücksichtigt. 

Durch eine mangelhafte oder komplizierte User Experience riskieren Unternehmen, dass ihre Kunden zu Konkurrenten wechseln, die ein intuitiveres Benutzererlebnis bieten. Intuitive und nahtlose Erfahrungen werden heutzutage erwartet. 

Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) bezeichnet Systeme, die bestimmte Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. KI ist in der Lage, Probleme zu lösen, Muster zu erkennen und Sprache zu verstehen. Der Hauptunterschied zu klassischen Computern ist die Fähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen und sich selbst zu verbessern. 

Die entscheidende Verbindung zwischen UX und KI

Gut integrierte KI-Tools entwickeln sich in vielen Branchen zu einer unverzichtbaren Ressource, um auf dem hart umkämpften Markt bestehen zu können. Trotz ihres Potenzials, erheblichen Mehrwert zu liefern, stehen sie oft vor Herausforderungen wie mangelnder Akzeptanz und dem Problem schlecht formulierter Benutzeranfragen („bad prompts“). 

Durch die Gestaltung intuitiver und ansprechender Benutzeroberflächen verwandelt gutes UX-Design KI-Systeme von komplexen Werkzeugen in wertvolle Assistenten. 

Unter gutem UX-Design versteht man dabei beispielsweise eine übersichtliche und ansprechende Darstellung der Ergebnisse, eine transparente Kommunikation möglicher Fehler und die Aufklärung der Nutzer über die herangezogenen Quellen. Darüber hinaus können visuelle und leicht verständliche Elemente die Interpretation von KI-Ergebnissen erleichtern. 

Somit wird sichergestellt, dass KI-Tools nicht nur technisch fortschrittlich, sondern auch in der praktischen Nutzung erfolgreich sind. Dieser nutzerorientierte Ansatz kann maßgeblich darüber entscheiden, ob KI-Anwendungen Akzeptanz erfahren oder auf Widerstand stoßen. 

Warum Nutzer Künstliche Intelligenz oft ablehnen  


Überall dort, wo eine Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine entsteht, entstehen auch Probleme: Fehlendes Vertrauen in die Technologie, mangelnde Transparenz oder unzureichendes Fehlermanagement sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz, die in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet werden. 


“Unsere Erfahrung zeigt, dass Nutzer schnell frustriert sind, wenn sie auf schwer bedienbare
oder unzuverlässige KI-Systeme stoßen.

Menschen tendieren dazu, die Fähigkeiten von KI gleichzeitig zu über- und zu unterschätzen,
was ohne intuitives UX-Design schnell zu einem Verlust an Vertrauen und Zufriedenheit führt.” 


Florian Becker
CEO wirecube


Entscheidend ist, dass KI-Systeme nicht nur funktional, sondern auch verständlich und vertrauenswürdig gestaltet werden. Nachfolgend sind einige kritische Punkte aufgeführt:
 

Fehlende Transparenz

Die oft kritisierte „Black-Box-Natur“ künstlicher Intelligenz führt häufig zu Misstrauen und Unsicherheit. Wenn Entscheidungsprozesse intransparent bleiben und Quellenangaben fehlen, fühlen sich Nutzer ausgeschlossen und können Ergebnisse der KI nicht mit gutem Gewissen anwenden. 

Schwierigkeiten bei der Interpretation von KI-Outputs

Eine verständliche Darstellung der Ergebnisse ist entscheidend, damit Nutzer die Antworten einer KI auch wirklich verwerten können. Komplexe oder schlecht formulierte Ergebnisse führen schnell zu Frustration und Missverständnissen.

Wenn Nutzer nicht sofort erkennen können, wie Ergebnisse zustande kommen oder was sie bedeuten, kann das Vertrauen in die KI schnell schwinden. 

Unzureichendes Fehlermanagement

Auch die fortschrittlichste KI ist nicht fehlerfrei: Unerwartete oder unerwünschte Ergebnisse können ohne ein effektives Fehlermanagement zu Verwirrung und Verärgerung bei den Nutzern führen.

Fehlen klare Erklärungen für Fehler oder eindeutige Lösungsansätze, sind Nutzer schnell verärgert, was sich negativ auf ihre Bereitschaft zur weiteren Nutzung auswirkt. 

Fehlendes Vertrauen

Vertrauen ist ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz von Technologie. Wenn das User Experience Design unzureichend ist und den Nutzern das Gefühl vermittelt, dass die KI nicht sicher, ethisch vertretbar oder mit ihren persönlichen Werten vereinbar ist, kann dies zu einem tiefgreifenden Vertrauensverlust führen. 
 
Hinzu kommt die Angst mancher Nutzer, durch eine KI ersetzt zu werden, was die Akzeptanz zusätzlich beeinträchtigt und die Notwendigkeit eines responsiven und transparenten UX-Designs unterstreicht. 


Wenn die oben genannten Punkte zutreffen, führt dies unweigerlich zu niedrigen Adoptionsraten der KI-Lösung. Kann ein Nutzer nicht effektiv mit der neuer Technologie interagieren, steigt seine Frustration.  

Dies führt dazu, dass er sich gegen die weitere Nutzung und für vertrautere, weniger fortschrittliche Lösungen entscheidet. Dabei spielt das mögliche Potenzial der künstlichen Intelligenz keine Rolle. 

Wie Sie mit UX-Design die Herausforderungen
der KI-Akzeptanz meistern


UX-Design kann aktiv zur Lösung solcher Probleme und zur Förderung einer harmonischeren Interaktion zwischen Mensch und Maschine beitragen. Die folgenden Tipps und Beispiele zeigen unter anderem, wie Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich integrieren können: 

Nutzer befürchten häufig, dass ihnen durch künstliche Intelligenz Entscheidungsfreiheit oder Kontrolle entzogen wird. UX-Design spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Prinzips “Human first” in KI-Systemen, indem es sicherstellt, dass Benutzerschnittstellen und Interaktionen den Nutzer in den Mittelpunkt stellen. 

Durch die Entwicklung intuitiver Systeme, die lediglich Vorschläge liefern oder bei der Entscheidungsfindung helfen, bleibt die endgültige Entscheidung beim Anwender. Dies ermöglicht eine verantwortungsvolle Nutzung der Technologie, bei der die Maschine als Unterstützung dient, ohne die menschliche Kontrolle zu ersetzen.

Transparenz ist ein entscheidender Faktor, um Vertrauen und Akzeptanz der KI zu fördern. Nutzer sollen verstehen, wie und warum KI bestimmte Entscheidungen trifft. So können Ergebnisse besser bewertet und mit gutem Gewissen weiterverwendet werden. 

Im Bereich des UX-Designs gibt es zahlreiche Ansätze, um die Transparenz künstlicher Intelligenz zu verbessern und somit das Vertrauen der Nutzer zu stärken, beispielsweise:

Ein weiterer Aspekt, der das Vertrauen der Nutzer in die KI stärkt, ist die Transparenz über die Qualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse.  

UX-Design kann Nutzern eine klare Einschätzung der Zuverlässigkeit der Ergebnisse geben, indem Vertrauenswerte neben den Ergebnissen angezeigt werden (Prozentwerte, Sternebewertungen oder farbige Indikatoren).  

Bei komplexen Aufgaben kann das Vertrauen für jede einzelne Komponente angegeben werden, um zusätzliche Klarheit zu schaffen.

Ein entscheidender Aspekt bei der Gestaltung von KI-Systemen ist, wie die KI auf Fehler reagiert und wie diese Reaktionen das Vertrauen der Nutzer beeinflussen können. Im Folgenden sind einige Beispiele für gute und schlechte Reaktionen einer KI aus Sicht des User Experience Designs aufgeführt: 

Fehlermeldung einer Spracherkennungs-App: 


Falsche Reaktion:

“Es tut mir leid, dabei kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.“ 

Richtige Reaktion:

„Es tut mir leid, ich glaube, ich habe Sie nicht richtig verstanden. Könnten Sie das bitte anders formulieren? Meinten Sie vielleicht [alternative Formulierungen oder Auswahlmöglichkeiten]?“  

Fehlermeldung einer Bilderkennungssoftware: 


Falsche Reaktion:

„Ich bin mir nicht sicher, was dieses Bild darstellen soll.“ 

Richtige Reaktion:

„Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Bild ein Pferd oder einen Esel zeigt. Welches Tier sehen Sie? [Auswahlmöglichkeiten]“ 

Beispiel, um aus Nutzer-Feedback zu lernen: 


„Haben Ihnen meine letzten Empfehlungen nicht gefallen? Helfen Sie mir zu verstehen, was Sie bevorzugen: [Kurze Umfrage]“ 

Transparenter Datenschutz:
UX-Design verbessert Verständnis


UX-Design kann entscheidend dazu beitragen, dass der Datenschutz in der Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen nicht nur beachtet, sondern auch von den Nutzern verstanden wird. 

Ein effektiver Ansatz ist die Integration klarer und einfach bedienbarer Datenschutzeinstellungen in die Benutzeroberfläche. So können Nutzer ihre Datenpräferenzen mühelos anpassen, etwa durch Schieberegler oder An/Aus-Schalter, um die Freigabe persönlicher Daten zu steuern. 

Fazit


Versagt das User Experience Design, versagt auch die KI. In fortschrittliche Technologien zu investieren und diese zu integrieren, ist nur ein Teil des Spiels. Wird dem Nutzer eine verständliche, transparente und einfach zu bedienende Anwendung vorenthalten, wird er jegliche Technologie ablehnen. 

Eine Vernachlässigung des UX-Designs kann daher wertvolle Chancen moderner KI-Technologien zunichte machen. Ganz egal, wie intelligent die künstliche Intelligenz wirklich ist. 

Florian Becker

CEO wirecube
Founder of wirecube & shopreme

über wirecube

Wir sind eine agile Software- und Designfirma mit Sitz in Graz, die sich auf UI/UX-Design, datengetriebene Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und IT-Consulting konzentriert.

Wir sind Technologieenthusiasten und entwickeln Webplattformen und Apps, die von Millionen von Menschen genutzt werden, darunter auch das weltweit führende Scan & Go Ökosystem unseres Spin-Offs shopreme

Als Full-Service-Provider von digitalen Lösungen mit umfassendem Know-how und branchenübergreifender Erfahrung schaffen wir maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Unternehmensanforderungen. 

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